Meisenknödeln handgemacht

Meisenknödel kaufen kann jeder. Und sowieso sollte man gar keine Meisenknödel in Netzen an die Bäume hängen: erstens, weil sich die Meisen darin verfangen können, und zweitens, weil dann ewig diese hässlichen leeren Plastiknetze an den Ästen baumeln.

Deshalb haben wir bei einer Mühle in Süddeutschland hochwertiges Körnerfutter bestellt – vor allem mit Sonnenblumenkernen – und in den Gemeinschaftsraum der Baugemeinschaft Dock 71 eingeladen: um Fettfutter für die Vögel im Park selbst herzustellen. Was, zur Freude der vielen Kinder, eine ziemlich klebrige und glitschige Angelegenheit war. Erst wurde der Rindertalg geschmolzen, dann etwas Sonnenblumenöl und das Körnerfutter hinzugefügt. Als die Masse, dank des kalten Wetters an diesem sonnigen Sonntagvormittag, recht schnell fest geworden war, da füllten die Kinder sie in Plätzchenförmchen und steckten ein Stöckchen in die Mitte, um ein Loch für die Kordel freizuhalten. Die Kordel, die später durchgezogen wurde, war selbstverständlich aus Hanf, nicht aus Plastik. Oder sie formten Knödel und arbeiten die Hanfkordeln direkt ein

Die Vögel im Park kennen unsere Futterstelle am Parkeingang gegenüber der Yokohamastraße schon.Jeden Tag flattern dort Meisen und Spatzen herum, und die Amseln picken auf, was heruntergefallen ist. Bald nachdem die Kinder dort das erste selbstgemachte Körnerherzchen aufgehängt hatten, kam eine Kohlmeise und ließ es sich schmecken. Für die Menschen gab es auch eine Stärkung: Kartoffelsuppe, Franzbrötchen und Apfelpunsch. Auch selbstgemacht, natürlich.

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