Sommerfest 2018

Erst liefen lauter kleine Gestalten in weißen Anzügen und mit bunten Gürteln – gelb, gelb-grün, blau, blau-rot – über die Wiese. Und dann plötzlich, um 15.30 Uhr, schallten Kampfschreie durch den Park. Es waren die Taekwondo Kids des Störtebeker SV, die unter der Anleitung ihres Trainers Nader Jahangard zeigten, wie gut sie kicken, schlagen und springen können. Das Publikum war schwer beeindruckt und applaudiert den 5- bis 9-jährigen Mädchen und Jungs, die zwei Mal pro Woche in der Sporthalle der Katharinenschule trainieren.

Die Vorführung gehörte zum Sommerfest der Vereine und Initiativen, das die Freunde des Lohseparks am 30.6. zum dreijährigen Parkjubiläum organisiert hatten. Die HipHop Kids vom Verein Lukulule zeigten, dass sie nicht nur Tanzkombinationen, sondern Breakdance-Figuren beherrschen, der Hamburger Boule-Club führte in die Kunst des eleganten Metallkugel-Werfens ein. Eine Art Spiel ohne Grenzen für Kinder war aufgebaut, wo auf Balken balanciert wurde oder man mit einer Entenpistole in einen Kescher zielen musste. Weil alle, die mitmachen, Gewinner sind, gab es auch jede Menge kleine Preise.

Es wurde in die Tore des Spielehaus HafenCity gekickt, und am Tischkicker wurde mit deutlich mehr Elan gekämpft, als die deutsche Nationalmannschaft bei der WM gezeigt hatte. Und trotz des Ausscheidens der deutschen Fußballer wechselten bei der Tauschbörse noch viele Panini-Sticker ihre Besitzer.

In diesem Jahr wurde das Fest auch von so einigen Sponsoren unterstützt: Das Jufa-Hotel spendierte für die Verlosung drei Familienfrühstücke, es gab Schlüsselanhänger, Touchpens, Seifenblasen-Dosen, Tattoos und vieles, vieles mehr zu gewinnen. Damit keiner verdursten musste, hatte das 25hours-Hotel Fässer mit Eistee beigesteuert.

Und bei einem Becher Eistee und selbst gebackenem Kuchen konnten die Nachbarn auch einfach nur auf der Bank sitzen und klönen, konnten die HafenCity-Pioniere die neuen Nachbarn aus der Versmannstraße kennenlernen. Damit nicht nur der Stadtteil wächst, sondern damit er auch zusammenwächst zu einem lebendigen Quartier der Nachbarn.

Ach ja: In den vergangenen Jahren war das Sommerfest immer verregnet. Und so wäre es auch dieses Mal gewesen – wäre das Fest nicht wegen des HSH-Nordbank-Runs um eine Woche verschoben worden.

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